Portrait von Bruno Kuske

Friedrich Ahlers-Hestermann war Professor für Malerei an der Werkschule in Köln und Lehrer der Tochter Bruno Kuskes, Gisela Kuske. Im Porträt von Bruno Kuske bewies er einmal mehr seine hohen kompositorischen Fähigkeiten. Allein die Art und Weise der Platzierung des Rektors in dem Jugendstil-Möbel, seine Armhaltung und die weich herabfließenden Linien der Pelzkanten, die Linienüberschneidungen der Rücklehne des Sessels mit den Schultern, zeugen von einer differenzierten und souveränen Handhabung eines harmonischen Flächenaufbaus. Aber auch die kunstvolle Darstellung seiner Hände, die sich zum größeren Teil über dem dunkelvioletten Rektortalar befinden und zum kleineren Teil die diagonal nach unten führenden Pelzkanten verdecken, bildet einen weiteren Schwerpunkt im unteren Bildteil. Damit verhindert Ahlers-Hestermann eine einseitige Konzentration auf das Gesicht Kuskes, das ohnehin durch seine fast quadratische Form, durch die kräftigen Augenbrauen und den dunklen Schnauzbart mächtig wirkt.